Prof. Dr. Lorenz J. JARASS
Dipl. Kaufmann (Universität Regensburg), M.S. (School of Engineering, Stanford University, USA)
Dudenstr. 33, D-65193 Wiesbaden,
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ENTWURF vom 29. Nov. 2020
mit der Bitte um Vorschläge zur Verbesserung

 

Risikolose Alternativen zur Vermeidung eines Lockdowns

Es bestehen unkalkulierbare Risiken durch eine forcierte Corona-Massenimpfung. Es gibt risikolose Alternativen zur Vermeidung eines Lockdowns, die zuerst ausprobiert werden sollten. Eine freiwillige Corona-Impfung könnte allerdings für Ältere mit Vorerkrankungen sinnvoll sein.

Von Prof. Dr. Lorenz J. JARASS
Dipl. Kaufmann (Universität Regensburg), M.S. (School of Engineering, Stanford University, USA)
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Die Bundesregierung will forciert Massenimpfungen gegen Corona, um endlich Lockdowns vermeiden zu können. Dabei sollen vor allem neu entwickelte RNA-Impfstoffe verwendet werden. RNA-Impfstoffe seien laut Darstellung der Entwickler sehr wirksam und zudem ohne nennenswerte Nebenwirkungen. Anträge auf Notfallzulassung wurden bereits in den USA gestellt, bei der Europäischen Arzneimittelagentur wird eine beschleunigte Zulassung vorangetrieben. Noch in diesem Jahr könnten 50 Millionen Impfdosen produziert werden, bis zu 1,3 Milliarden im kommenden Jahr, wie ein Hersteller erläutert.

"RNA-Impfstoffe enthalten die Erbinformation in Form von Boten-RNA … . Diese Erbinformation wird von Körperzellen als Bauplan genutzt, um das spezifische Antigen … selbst zu produzieren" (so das für Impfstoffe zuständige Paul-Ehrlich-Institut der Bundesregierung). Es erfolgt also bei jedem Geimpften ein Eingriff in menschliche Zellen, und das nicht nur schrittweise bei einigen Versuchspersonen oder schwer Erkrankten, sondern sofort bei vielen Millionen. Welche Auswirkungen kann dieser Eingriff haben? Wird z.B. das Risiko von Krebserkrankungen erhöht oder die Erbinformation für die nächste Generation beeinflusst?

Die Hersteller beruhigen: RNA-Impfstoffe seien unschädlich. Die Boten-RNA gehen zwar in die Zelle, aber nicht in den Zellkern und können nach bisherigem Kenntnisstand nicht in eine schwere Krankheit münden, auch wenn man über potentielle Spätschäden mangels Langzeiterfahrung noch nichts wissen könne. Bei Corona-Impfstoffen ohne direkten Eingriff in die Körperzellen kann man vielleicht auf analoge Erfahrungen mit ähnlichen Impfstoffen gegen andere Krankheiten zurückgreifen. Welche Risiken die neuen RNA-Impfstoffe haben, kann aber erst nach Langzeitstudien beurteilt werden.

Da hilft ein Blick zurück: Contergan wurde 1957 als rezeptfreies Beruhigungsmittel auf den Markt gebracht, im Frühjahr 1959 wurde in einem Bundestagsbericht die Angst vor Missbildungen als übertrieben abgetan, so Prof. Thoman in Die Contergan-Katastrophe. Erst als der Hamburger Kinderarzt Dr. Lenz aus eigener Initiative durch Befragung von 20 Contergan-Müttern einen Zusammenhang zwischen Contergan und den Missbildungen herstellte und DIE WELT darüber berichtete, wurde 1961 der Vertrieb von Contergan eingestellt. Die jährlichen Folgekosten von weit über 100 Mio. € trägt der Steuerzahler, das persönliche Elend tragen die Contergankinder und ihre Familien.

Aber der Vergleich zu Contergan ohne Beleg für eine wirkliche Gefahr schürt doch Ängste in einer verunsicherten Bevölkerung? Bei Contergan gab es keine Belege für schwere Risiken, und deshalb hat man massenhaft den Einsatz erlaubt. Aber müsste man nicht anders vorgehen? Ein Medikament setzt man ohne Langzeiterfahrung nur für schwere Fälle ein, z.B. bei einem Krebskranken, der ohne das Medikament sterben würde oder für Ältere mit Vorerkrankungen, deren Gesundheit und Leben durch Corona erheblich gefährdet ist. Ältere pflanzen sich nicht mehr fort, langfristig negative Folgen einer Corona-Impfung erleben sie häufig nicht mehr. Ihre Risiken sind also deutlich kleiner, der Nutzen ist hingegen deutlich größer als bei Jüngeren.

Es bleibt jedem Einzelnen unbenommen, sich nach persönlicher Nutzen-Risiko-Analyse für eine Corona-Impfung zun entscheiden. So wird eine 60jährige Asthmatikerin, die ihre alleinstehende 82-jährige Mutter in New York baldmöglichst besuchen will, den Nutzen einer Impfung höher einschätzen als das Risiko. Aber es stellt sich die Frage, ob die Regierung angesichts der völlig ungeklärten Langzeitrisiken für die gesamte Gesellschaft eine Corona-Impfung für möglichst vielen Personen forcieren soll.

Sollte man Vor- und Nachteile der laut Regierung dringend erforderlichen Massenimpfungen hinterfragen und damit gefährden? Unsere freie Gesellschaft profitiert von einer öffentlichen Diskussion, die alle Aspekte kritisch beleuchtet. An dieser Diskussion dürfen und müssen sich auch Personen und insbesondere Wissenschaftler aus anderen Disziplinen beteiligen, weil die ´Fachleute´ im Regelfall der Meinung sind, dass das von ihnen entwickelte und hergestellt Medikament nach intensiven Tests keine nennenswerte Nebenwirkungen hat. Durch Nutzung des Wissens von vielen (´Schwarmintelligenz´) werden Fehlentwicklungen verhindert und eine starke Innovationskraft begünstigt, die Grundlage für eine positive Entwicklung unseres Landes ist. Leider wird der Austausch von Argumenten auch in unserer freien Gesellschaft in wachsendem Umfang durch staatlich organisierte Zensur eingeschränkt. So löscht YouTube seit kurzem alle "Behauptungen über Schutzimpfungen gegen COVID-19, die der übereinstimmenden Expertenmeinung lokaler Gesundheitsbehörden oder der Weltgesundheitsorganisation (WHO) widersprechen".

Die laufenden Lockdowns zur Reduzierung der Infektionen dienen insbesondere der Sicherstellung einer ausreichenden ärztlichen Versorgung, ruinieren aber die Staatshaushalte, die Lebensqualität vieler Menschen und mit wachsender Dauer immer mehr Unternehmen. Bevor man übereilte Massenimpfungen mit derzeit unkalkulierbaren Risiken macht sollte zur Reduzierung der Infektionen ein Bündel von risikolosen, bisher noch nicht genutzten Maßnahmen ausprobiert werden, z.B.:

·    Allgemeine Maskenpflicht in der Öffentlichkeit und auch zu Hause, falls haushaltsfremde Personen in der Wohnung sind. Das ist eine ganz einfache Regel, die alle Personen schützt und von jedermann leicht kontrolliert werden kann. Zudem führt dies zur Entwicklung von bequemen und gleichzeitig hochwirksamen Masken.

·    Freiwillige Handy-Apps mit zukünftig anonymer, aber verpflichtender Meldung von Infizierten sowie Angabe von Ort und Zeitpunkt einer Begegnung mit einem Infizierten. Dies hilft dem Einzelnen, zukünftig gefährliche Orte zu meiden. Und die Betreiber dieser Orte haben ein Interesse, ihre Orte sicherer zu machen.

·    Erhöhung der Zuverlässigkeit der Coronatests: Laut einer Studie, die Ende September 2020 im Oxford Academic Journal veröffentlicht wurde und laut Urteil des Berufungsgerichts von Lissabon von einer Gruppe durchgeführt wurde, die einige der größten europäischen und weltweiten Spezialisten auf diesem Gebiet zusammenbringt, sind im Extremfall bei PCR-Tests nur 3% der positiv Getesteten tatsächlich positiv. Bei fehlender Zuverlässigkeit müssen Coronatests nachjustiert oder durch ein anderes Testverfahren ersetzt werden.

·    Isolation von Infizierten: Die derzeitige häusliche Quarantäne mag bei Kontaktpersonen von Infizierten angemessen sein, aber Infizierte müssen – nach ärztlicher Einzelfallentscheidung – isoliert werden, wie erfolgreiche asiatische Staaten zeigen. Ein Tuberkulose-Infizierter wird doch auch nicht zur Quarantäne nach Hause geschickt. Eine Isolation würde auch zu erhöhter Vorsicht führen, weil niemand gerne über Tage isoliert werden möchte.

Da heißt es gleich: geht nicht, zu teuer! Bei 10.000 Neuinfizierten pro Tag und 10 Tage in einem Quarantänezentrum benötigt Deutschland insgesamt 100.000 Quarantäneplätze, bei 100 € pro Tag sind das für 1 Monat 300 Mio. €. Das könnte aus der Portokasse der Coronaentschädigungen gezahlt werden. Wiesbaden hatte Ende Oktober 2020, also vor dem erneuten Teil-Lockdown, mit täglich rund 100 laborgestet Neuinfizierten den höchsten Tagesanstieg seit dem Corona-Ausbruch. Wiesbaden bräuchte 1.000 Plätze in Quarantänezentren, bei mindestens 3.600 Hotelzimmern gut machbar. Aber die Kosten müsste die Stadt Wiesbaden tragen, die Entschädigungszahlungen für die leerstehenden Hotels trägt hingegen der Bund.

Nur wenn weitgehend risikolose Maßnahmen die Infektionen nicht ausreichend reduzieren können und deshalb weitere Lockdowns erforderlich sind, könnte schrittweise mit freiwilligen Massenimpfungen begonnen werden.

Fazit: Es bestehen erhebliche Risiken durch eine Corona-Massenimpfung. Es  sollten primär risikolose Alternativen genutzt nutzen statt ohne Not unkalkulierbare Risiken einzugehen.

Wiesbaden, 04. April 2020


In anderen Ländern kam es zu einer enormen Zunahme von Corona-Infizierten. Auch in Deutschland führten die zunehmenden Corona-Tests logischerweise zu einer Erhöhung der erhobenen Corona-Infizierten. Aber bis heute wissen wir nicht, inwieweit die Zunahme auf eine Erhöhung der Zahl der Tests oder eine Erhöhung der Infektionsrate zurückzuführen ist. Ein wachsender Teil der betroffenen Hochbetagten mit Vorerkrankungen ist gestorben. Es ist dabei aber nach wie vor unklar, welcher Teil davon wegen Corona und welcher Teil mit Corona gestorben ist.

Email von So, 22. März 2020 an

Präsident der Robert-Koch-Instituts

Prof. Dr. Lothar H. WIELER


Lieber Herr Kollege WIELER,

Offene Grenzen und hohe Sozialstandards sind ein systematischer Widerspruch.

Forschläge zur sistematischen ferainfachung der rechtschraibung, di wizig klingen, aber ernst gemaint sind.

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